Für den großen Sozialraum Dillenburg gibt es zwei Begegnungs- und Familienzentren. Sie leisten insbesondere für junge Familien, aber auch für alle neu zugezogenen Bürgerinnen und Bürger eine wichtige Lotsen- und Wegweiserfunktion. Diese Zusammenarbeit zwischen Kreis und Kommune im Rahmen einer Kooperationsvereinbarung ist wichtig und muss stets evaluiert und ausgebaut werden. Die Zusammenarbeit gerade in dem Bereich der Frühen Hilfen durch die Vernetzung mit den Kitas ist für die spätere Entwicklung wichtig. Die Familienzentren zeigen einen Weg auf gemeinsam mit der Kommune Chancengerechtigkeit und Prävention umzusetzen.
Das bestehende Angebot in den Kindertagesstätten der Stadt muss bedarfsgerecht und nachhaltig weiterentwickelt werden. Die Stadt Dillenburg als Standort auch internationaler Firmen sollte Angebote auch im bilingualen Bereich vorhalten. Die Spielflächen der Stadt sollten in allen Stadtteilen in einem ansprechenden Zustand mit hohem Spielwert erhalten werden. Eine gute Zusammenarbeit mit dem Schulträger LDK sollte eine Spielplatznutzung auch an den Schulstandorten außerhalb des Unterrichtes ermöglichen. Ein erweitertes Angebot in der Kernstadt mit Öffnung zur Dill hätte einen hohen Aufenthaltswert und würde andere Angebote nach sich ziehen.
Angebote in der offenen Jugendarbeit müssen verstärkt geschaffen werden. Das Jugendhaus Dillenburg und die Jugendräume in den Stadtteilen Donsbach, Eibach, Frohnhausen und Oberscheld müssen weiter gefördert und ausgebaut werden.
In diesen Angeboten für Jugendliche sollten Ansätze geknüpft werden mit den Programmen „Demokratie Leben!“ sowie „DEXT“ (Fachstelle für Demokratieförderung und phänomenübergreifender Extremismusprävention) zur frühzeitigen und begleitenden politischen Bildung.
Ältere Menschen bilden wie in anderen Städten Hessens die größte Gruppe an Einwohnerinnen und Einwohner. Entsprechende Angebote müssen verstetigt oder neu geschaffen werden. Ein Berufsleben lang hat die städtische Gemeinschaft von den lohnsteuerzahlenden Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern profitiert. Die Bereitstellung einer angemessenen Infrastruktur- von der aktiven Eigengestaltung des Lebens durch fortschreitende Barrierefreiheit im öffentlichen Raum bis zur Ansiedlung erforderlicher Pflegeeinrichtungen sei es ambulant oder stationär- ist zu begleiten und zu fördern. Den Vereinen vor Ort als Stätten der Kommunikation und des menschlichen Beisammenseins kommt hier besondere Bedeutung zu. Die Unterstützung der bestehenden Vereinsinfrastruktur in Dillenburg in allen Stadtteilen ist unabdingbar für ein gelingendes Gemeinwesen. Das gilt für Angebote in allen Altersklassen. Hervorgehoben sind für die Jugend die Angebote der freiwilligen Feuerwehren. Turn-, Sport- und Gesangvereine bilden das Rückgrat der gemeindlichen Struktur. Der neuerdings starke Zulauf gerade junger Familien in die Obst- und Gartenbauvereine bezeugt, dass die Vereinsstruktur sehr lebendig ist.
Das Werben einer Stadt um die Bürgerinnen und Bürger in allen Altersstrukturen bedingt eine bestmögliche Gesundheitsversorgung. Nicht nur die Patientinnen und Patienten werden immer älter, sondern auch das Pflegepersonal und die Ärztinnen und Ärzte scheiden aus dem Berufsleben aus. Eine als gut empfundene Gesundheitsversorgung ist wesentlicher Faktor für die Entscheidung für eine Kommune als Lebensstandort. Die Lahn-Dill-Kliniken Dillenburg sind wesentlicher Faktor in der Gesundheitsversorgung und unverzichtbar.
Gleichzeitig gilt es niedrigschwellige Präventionsangebote (Gesundheitsanlagen in den Stadtteilen wie Tretbecken, Gradierwerk, Sport – und Freizeitbäder) die im Ehrenamt entstanden sind weiter auszubauen und finanziell zu unterstützen und die gemeinsame Gesundheitsstrategie der Abteilung Gesundheit des Lahn-Dill-Kreises mit zu stärken. Eine gute Gesundheitsversorgung kann nicht ausschließlich kommunal betrachtet werden, sondern kreisweit oder kreisübergreifend.
Der Unterstützung des Fördervereines der LD Klinken kommt ebenfalls eine große Bedeutung zu, genauso wie den Sportangeboten der Vereine.
Die Kommune und der Hessischen Sportbund müssen gemeinsam gute Bedingungen für den organisierten Sport schaffen. Sport wird als Teil der kommunalen Daseinsvorsorge gesehen. Es muss ein Rahmen geschaffen werden für eine breite und vielfältige Sportausübung der Bürgerinnen und Bürger sowie für die Unterstützung von Nachwuchstalenten durch funktionierende Sportstätten.