Vorausgeschickt das Wichtigste: ich biete die Gewähr, dass die Stadt auch in der kommenden Legislaturperiode aus der demokratischen Mitte heraus regiert wird, aber diesmal mit einem verstärkten sozialdemokratischen Blick. Das ist beidem fortschreitenden sozialem Wandel das Gebot der Zeit. Die Bedürfnisse der Bevölkerung müssen oberste Priorität haben. Bundes und landespolitische Fragestellungen vermischen sich leider immer stärker in die kommunale Ebene, wichtig ist es daher sich auf die Handlungsfelder zu besinnen, bei denen die Stadt originär Entscheidungskompetenz besitzt. Diese klare Unterscheidung ist umso wichtiger, da nunmehr mit der Umsetzung des in der neuen Koalition vereinbarten Infrastrukturpaketes die kommunale Ebene stark gefordert sein wird.
Die beherrschenden Fragen der kommenden Jahre liegen in den Bereichen der fortschreitenden Demographie, Wohnraumknappheit, des Klimawandels mit all seinen Herausforderungen in den Bereichen des kommunalen Handelns und selbstverständlich in den Bereichen Digitalisierung und Bildung. Mit all diesen Feldern müssen die Belange der Wirtschaft für unseren Standort in Einklang gebracht werden, denn ohne eine auskömmliche Finanzierung aus Steuereinnahmen wird Dillenburg handlungseingeschränkt bleiben. Eine Konsolidierung des Haushaltes der Stadt um größeren Handlungsspielraum für die Notwendigkeiten einer Stadtgesellschaft zu erhalten wird die große Kunst sein. Eine gut aufgestellte Verwaltung mit gut ausgebildeten Mitarbeitenden in der Stadtverwaltung und den Eigenbetrieben wird ein wichtiges Rückgrat bilden.
In Hessen haben Städte mit über 20.000 Einwohnern eine Reihe von Pflichtaufgaben, insbesondere in Bezug auf die Wärmeplanung und Wasserversorgung.